Samstag, 23. August 2008
Grüß´ Sie /Euch, Schönen Abend, Küß´ die Hand,
Auffällige Auflösungserscheinungen seitens des Sommers sind zu konstatieren.
Der Künstler an sich erwacht, ruft an und begehrt, weil da war doch noch was...
Die Werkstatt gähnt noch einmal, reckt und streckt sich und ist bereit.
Dienstag der Herbert Friedl. Dann sind noch ein paar Auflagen zu drucken und so fort.
Daneben an der Schule hat das Chaos der Hektik Platz gemacht und emsig summt plötzlich der Arbeiter, stemmt schnell nochmal auf was frisch verputzt war, markiert ein jegliches Eck mit Bierdosen und schimpft auf diverse Chefitäten (manchmal zurecht).
Mitten durch fein bemehlte Gänge huscht die Administration, versucht, sich heroisch aufbäumend gegen Zeit und Wirrniss, einem Computernetz Leben einzuhauchen (und hat das auch geschafft!).
Man ist manchmal geneigt, sich hinzusetzen und dem Schauspiel der Instandhaltung denkmalgeschützter Häuser genüßlich zu zusehen.
Na ja, Montag füllt es sich wieder mit Teilmengen der üblichen Menschheit. Die werden Augen machen.
Jetzt erst mal die Marionettenschnüre abgeknüpft und heim zu Mary, die ich hoffentlich hinter dem Berg Paradeiser (Mama: "Geh nehmt´s euch doch ein paar mit!") ausfindig machen kann.
habt ein genüßliches Wochenende weil das ist schneller vorbei als man denkt
salut
Josef
Mittwoch, 20. August 2008
Geschätzte marginale Öffentlichkeit,
Es rieselt im Gebälk.
Letztes Jahr nun ist mein ehemaliger Arbeitgeber und seinerzeitiger Lehrherr Walter Fischer verstorben (hab ich ja schon erwähnt vor ein paar Tagen). Na ja, die Mühlen der österreichischen Bürokratie mahlen langsam, aber sie mahlen. Hat man seinen Bruder, ein eher windiger Typ (ein paar Jahre Häfn kommen da schon zusammen) doch irgendwie ausfindig gemacht, Erbe quasi in Ermangelung anderer Angehöriger (Leute, schreibts ein Testament!).
Die Laden der Graphikschränke waren flugs ausgeräumt und über einen pensionierten Galeristen, der wie Reineke heißt und im Zentrum beheimatet war, standapede bei dem großen Internetauktionshaus untergebracht. Habt ihr recht, geht mich nichts an wenn da jetzt meine ersten peinlichen Radierversuche eines Lehrlings, die an sich nie für Öffentlichkeit bestimmt waren, öffentlich dargeboten werden (das wäre bloß Eitelkeit, gemacht hab ich die Dinger ja), nein, da tauchen auch sämtliche Probedrucke diverser Künstler auf, meist unsigniert weil einfach bloß Druckvorlage (nimmt man oft einen fehlerhaften Druck der ersten Teilauflage wenn zumindest die Farbe stimmt).
Als Thema für weltbewegende Ereignisse gewiß zu dünn, ein Schlitzohr vertreibt über ein anderes Schlitzohr illegal (Urheberrecht beim Künstler) Drucke, na und? Verramschen ist gebilligte Praxis auf dem Markt (oft).
Ein jegliches Ding das wir in die Welt setzen bekommt ein eigenes Leben, ungeachtet davon, was wir damit wollten. Spuren werden meist weggewaschen, manche Dinge, zufällige Dinge haben Bestand. Denkwürdig.
Hat mich vor ein paar Tagen ein Radierwerkstattkollege aus fernen deutschen Landen aufgespührt, Michael Rausch, , scheint als wären die Dinosaurier noch nicht ganz ausgestorben. Ein Winken nach da oben, zumal Michael ist ja ein verbindender Name.
Der Michael, also der/meiner (überheblich gesagt) ist wieder zurück im Diesseits. Wohl noch mit ein paar Blessuren im Flügel, weil Träume und Realität laßen sich oft nicht gut in Einklang bringen, aber immerhin erst einmal wieder da.
Wenn das jetzt nach "Bahnhof" klingt, ist schon in Ordnung, Michael liest und weiß.
Nebenjob Schule, kein Kommentar. Don Quichote versucht sich in Sysiphos, mehr ist nicht zu sagen. Unverständlich für Leute mit Job, erahnbar für Menschen die ihre Sache Ernst nehmen. Nebenjob gibt es nicht, ein jegliches tun ist Jetzt, und Jetzt ist Leben. Partner, Freunde, Auszeit, sich zurücknehmen, Arbeit, blöd am Computer tippen, Nebenbei, ... ist alles eine Summe. Selbst Kaiser Sisi, der jemand, wie aus ihrem Blog zu entnehmen, in den Aufzug gepinkelt hat, Christian Flora, der bald mit einer Mezzotintoplatte kommen soll, Johann Pollak aus Marseille, der da ganz plötzlich in der Tür stand (trefflicher Künstler und seinerzeit Trainer unseres Judoken Seisenbacher, der wiederum der Dingsbums in der Schule an die Brust ..., vergeßt es), Mary, zu der ich wieder zu spät nach Hause kommen werde, Frau Kadi, deren Blume am Schreibtisch welkt weil sie kränkelnd abwesend ist, das nervige Wimmerl an unvorteihafter Stelle und das weite Universum mit rätselhafter Antimaterie, alles ein Sein.
Pfau, da sitzen wir jetzt, haben den Mund halb offen vor lauter Ergriffenheit und denken "Ah", ist der Sinn des Lebens nicht ein herrlich Ding? Mitnichten, Stehet auf oh ihr LeserInnen, gehet hin und tut ein Mögliches. So sprach der Herr (Super so als Messias). Labet die Dürstenden (Gösser, besser noch Ottakringer) und nähret die Hungernden (Käskreiner (Eitrige) mit süßem Senf und einem Scherzl (Buckl)(Anschnitt des Brotlaibes)), den armen im Geist gebt Erleuchtung (besser MTV als die Vorwahldikussionen im ORF) und Labsal den Darbenden (da seid ihr jetzt gefordert!).
Wird Zeit, dass der Christian Flora kommt.
Ja was, ich hab ein Recht auf Blödsinn.
salut
Josef
Äh ja, Im Gebälk, siehe oben
Samstag, 16. August 2008
Geneigte Leserin, geneigter Leser, liebe Kinder,
Es hat schon was, also wenn ein Freund und ("begnadeter" hab ich schon zu oft geschrieben, laß ich also weg, ist ja auch ein bisserl schwülstig) Kunstgebärender zum Zwecke des Andruckes einer Radierung (nebst Einverleibung von Schusterlaberl mit Leberkäs und Bier) vorbeischaut. Kurt Philipp der achzigjährige Jüngling, da lege ich lustvoll ein paar Jazzplatten (die heißen ja jetzt CD) auf, "Body and Soul" von Coltrane muß dabei sein (bei Zadrazil war´s Lester Young). Ein bisserl noch herumpollieren, da und dort noch ein paar Höhen und Tiefen, paßt. Eine Collage von Lebensstationen eines intensiv gelebten Daseins, Hut ab. Mehr solcher Tage bitte! (Die beigefügte Dokumentation ist leider nicht perfekt, irrtümlich manuellen Weißabgleich eingestellt)
Der Regen der letzten Stunden hat wieder einmal ausgewaschen, das sollte zwischendurch öfter geschehen. ein paar heftige Schübe Wind haben den trägen Staub verwirbelt, gut so. John Coltrane zwirbelt noch mit seinem Saxophon wie ein Gebirgsbach über runde Steine, Leben kann schön sein wenn man es läßt.
Der Staub und die Zeitnot vom kommenden Montag werden relativ, Tochters gähnender Ichmenschpartner eine Pointe, das nagende Bankkonto eine Posse, bedrohliche Zukunft wird zu lebbar klarem Jetzt. Ein paar Sriche und Flächen auf Papier vermögen dies, ein paar Klänge im Ohr. Es braucht nicht viel die Synapsen mit Sinn zu füttern (na ja, schon ein wenig mehr, aber das ist alles machbar).
Also bis bald, die nächsten Wochen werden dicht, gehabt euch wohl. Mit einem/einer Patner/Partnerin längsseits lassen sich die Wogen ganz trefflich umschiffen (also zumindest ziemlich).
salut
Josef
Donnerstag, 14. August 2008
Freunde, Mitbürger, Menschen und Sonstige,
Der Werdegang eines herkömmlichen Kupferdruckers gestalltete sich in der guten alten Zeit in etwa so, dass der Delinquent erst einmal eine vierjährige Lehre absolvierte und danach eine Gesellenprüfung abzulegen hatte. Nach weiteren Jahren Berufspraxis hatte er die Möglichkeit einen einjährigen Meisterkurs zu belegen um danach die Meisterprüfung abzulegen (war mein Weg). Heute ist das ja nicht mehr so, irgendwer macht irgendeinen Sommerkurs und läßt sich gleich danach Visitenkarten seiner Selbständigkeit drucken. Erfahrung macht oftmals der Blendung Platz.
Nun, ich habe meine Lehre und danach fünfzehn Gesellenjahre bei Walter Fischer verbracht. Sehr viel alte Schule, Kupferstich, Heliogravure, bewährte Radierung alter Meister, neuer Meister (sehr experimentierfreudig war er nicht, das kam eher danach). 1990 hab ich mich von ihm getrennt, obwohl als Nachfolger ins Auge gefaßt, aber das ist eine andere Geschichte, jedenfalls gings von da an talwärts. Der "Sohn" verläßt den "Vater".
Gelernt hab ich sehr viel bei ihm, auf einer Platte zwanzig Farben mit Wattestäbchen und Rasierklinge (Diepholz, Dresden, Krefeld von Eidenberger, Figura die Windmühlen, Kasimir der Graben, jessasmariantjosef), die riesigen Mezzotinto von Hrdlicka, und dann noch eine zweite Farbe rein, der Passer bei Bramer, dem Dali seine Kaltnadel, die Verlaufätzungen, Helio von Halbtonfilmen, Retouche mit Millimeterroulette ...
Letztes Jahr ist er verstorben, ein seniler einsamer Greis in einer anderen Welt, bald nach seiner Frau, die er schon nicht mehr kannte. Alkohol und Niedergang, Zeit geht einfach drüber weg. Dem Weitergehen bleibt es ziemlich egal ob jemand wichtig war.
Das Begräbnis war damals sehr dünn besucht, na ja, wer geht schon gern auf ein Begräbnis. Keine Erben, nichts. Pflegschaftsvormund, Maßeverwalter, sowas zieht sich hin (wir haben ja noch K&K).
Sämtliches Urgieren meinerseits, was denn nun aus der verwaisten Werkstatt, den Druckpressen, dem Werkzeug und den aberhunderten Drucken geschieht, landete in einer Warteschleife.
Schau ich heute wieder mal bei e-bay rein, pardautz da tauchen Dinge aus seinen Laden auf (Ich weiß ja so ungefähr woher was kommt, wenn z.B. die Galerie E.H. ihre Lager räumt und unter anderem Namen auftritt, sich darunter eine Zeichnung, die ich Hrdlicka gewidmet habe, befindet, ahne ich, welcher Schrank da entrümpelt wurde. Der heimische Kunstmarkt ist ja einigermaßen provinziell übersichtlich.)
Da sehe ich eine Radierung von mir, die ich vor sechsundzwanzig Jahren anläßlich meiner Verehelichung mit der besten aller Frauen, Mary (den Hochzeitstag hab ich heuer verschwitzt) gemacht habe, Punktiert. Mit dem Walter Fischer hab ich noch diskutiert, ob denn eine Radierung ohne Strich überhaupt Sinn macht, quasi darf man das. Hab ich ihm auch aufs Blatt geschrieben, also nur gepunktelt. Das lag dann in der Lade rechts neben dem Garderobenschrank, jetzt ist es, nachlaßmäßig fragwürdig, in einem virtuellen Auktionshaus.
Spuren hinterlassen wir alle, denkwürdig nur, dass die Wellen sie dann irgendwie wieder glattschleifen.
Was wann wichtig war ist nicht mehr von Belang, Dinge gehen andere Wege.
Jetzt gehe ich mit Mary, der besten aller Frauen, Pizzaessen zu La Mama, weil die haben da eine sowas von knusprig guten Pizzaboden... Ist halt alles irgendwie ein ganz gutes Ganzes.
salut
Josef
Ps.: Der Michael ist wieder da!
Samstag, 9. August 2008
Servus ihr da draußen an den Empfangsgeräten,
Grad eben hab ich eine/ein Mail von einer sehr lieben Freundin, in der/dem sie eine Weberin beschreibt, na eigentlich Zeit und Leben, bekommen. Sie webt, ohne sich in den Verlauf der Ereignisse einzumischen, ein Jegliches zu einem Teppich. Wir und alles Geschehen sind die Fäden. Durch die Verflechtung und Verknüpfung ergibt sich ein Halt den der einzelne Faden allein nicht geben kann.
Ein schönes Bild, danke Elke.
Nach dieser Woche sind alle aufbauenden Worte willkommen. Warum? Na Schwerpunkt Baustelle in einem offentlichen Gebäude, Renovierung und Wiederherstellungsversuch eines begehbaren Zustandes. Der Herr Ingeneur wird langsam nervös wegen dem Zeitfaktor (sollte eigentlich nächste Woche ziemlich fertig werden - ein romantischer Traum), die Arbeiter sehen´s gelassen, ich auch, weil was soll´s, ein Magengeschwür ist das nicht wert.
Ich bin da momentan für den Endzustand mitverantwortlich (Nebenjob), mit einigen sehr fähigen Kolleginnen und einer dummen Nuß (das Thema Integration hatten wir schon mal).
Es ist nicht leicht, sein humanistisches Weltbild mit der Realität in Einklang zu bringen. Frau XY sind eigentlich keine nennenswerten Fähigkeiten zueigen, außer dass sie erst einmal Mitleid hervorruft, so in der Art "armes Tschapperl". Bei Überforderung, und die ist ziemlich rasch vorhanden, weint sie und gibt an allem der bösen Welt die Schuld. An sich möchte man ihr helfen ("Der hilflose Helfer", ein sehr aufschlußreiches Buch über den Helferkomplex), vermutlich ist sie deshalb da gelandet wo sie jetzt ist.
In der Praxis, die momentan ein bisserl hektisch ist, ist sie mehr Belastung denn jeh, steht daneben wenn ich grad rücklings in irgendwelchen blöd konstruierten Kasterln (nein, nicht IKEA) liege um irgendwas zu schrauben, erzählt von Tochter, Gatten und Urlaub. Nach der Bemerkung "Na, das bringst du aber nicht zusammen" spührte ich dann ein paar Tropfen Adrenalin aus meinem Ohr träufeln...
Toleranz und Integration sind eine erstrebenswerte Idee Freunde, aber die Umsetzung einer Idee ist oftmals zäh. Ich werde versuchen in den nächsten Tagen niemand zu erwürgen, werde versuchen ruhig und sachlich immer wieder das Selbe wiederholend zu sagen, trösten und schlichten (weil auch bei Anderen keimt der Wunsch des Erwürgens).
Sind wir ja alle ein Teil vom Gewebten. Ist halt mitunter ein skuriles Muster und manchmal möchte man ausscheren...
Jetzt aber Radierwerkstatt. Es tut wohl auf diesem Boden zu stehen.
salut
Josef
Stütze der Stütze der Stütze ...
Ps.: F.J. Ringelnatz ist 125 geworden:
Im Park
Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
still und verklärt wie im Traum.
Das war des Nachts elf Uhr zwei.
Und dann kam ich um vier
Morgens wieder vorbei.
Und da träumte noch immer das Tier.
Nun schlich ich mich leise - ich atmete kaum -
gegen den Wind an den Baum,
und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.
Und da war es aus Gips.
Montag, 4. August 2008
Geneigte treue Leserschar,
Was kommt einem nicht so alles in Aug und Ohr, und da meine ich jetzt nicht die Leut, die haufenweise vom K2 runterpurzeln (ich darf das so schreiben, weil geklettert bin ich selber mal, weiß wie´s ist runterzufallen, wenn auch nicht so guinnessbuchartig ultimativ im Drang Selbstfindung pornografisch anmutend zu überhöhen), nicht den vorprogrammierten Stillstand auf Nord-Südautobahnen (Dabeisein ist alles, siehe K2), nicht die aufkeimenden Skurilitäten wahlritternder Komponenten der heimischen Kabarettszene (na nicht die Kabarettisten, ich mein die hochbezahlten Amateure) und auch nicht das Wasser am Mars (zugegeben nicht unwesentlich, aber solang die kan Almdudler ham...).
Ich meine, und jetzt ist die Katze aus dem Sack (und die ist nicht mehr ganz frisch), über sieben Menschen haben wir Kontakt zur gesammten menschlichen Erdbevölkerung.
Ja hallo, gähnt da jemand?
Hab ich gemacht (also nicht gegähnt), blogmäßig. Du schaust da zu jemand rein, denkst dir, he, der schreibt ganz gut (war der kep über das Kaiserhaus über den drahdiwaberl über die Knolls...), und schon bist du verfangen. Ein (fast) jeglicher ergießt buchreife Inhalte in eine anonyme Schale (tu ich ja auch grad, also ähm buchreif vielleicht nicht) und zieht Wellen nach sich.
Denkwürdige Entwicklung sowas, wir "kennen" immer mehr Menschen und sitzen immer öfter allein vor einer Tastatur. Na ja, nicht ausschließlich (no na, wäre behandlungsbedurftig sonst) aber halt lang und länger. (Übrigens "Gut gegen Nordwind" von Glattauer, lesen, auch wenn´s ein Bestseller ist.)(Übrigens, man kann auch "echte" Freunde finden wie den Michael.)
Hat ja auch wieder das multikulturelle Schulprojekt Fuß gefaßt (da kenn ich über zwei Leute den Präsidenten Barisha, also vermutlich über drei oder vier sogar Fidel Castro), einstweilen noch als Baustellenmanagement und Katastrophenminnimierung. Geht soweit, also wenn dir ein Bodenschleifer eine Zigarette anbietet (einem Pfeifenraucher!), das macht melancholisch. Menschen an sich, Punkt. Drüber, drunter, seitwärts, egal. Das Zeugs mit der Macht und dem Lenken, geh bitte.
Gewiß, wer die Kathedralen gebaut hat ist bekannt, aber haben sie die Kathedralen wirklich gebaut? Nein, nein, jetzt nicht den Marx auferweckt, vielmehr das Zusammenspiel der Ebenen. (Verteilung des Kuchens ist eine andere Geschichte.)
Warum steht das jetzt alles uner der Kathegorie Kunst? Na da mach ich doch auch ein Bild das jemand sieht, der jemand kennt... Ist nicht soweit hergeholt, weil Bilder sind ja auch Gedanken und Kennen (wenn´s optimal zugeht)(Schreiben liegt nicht weit daneben). Also aufgemacht das Tor und hinein/hinaus.
salut
Josef
Samstag, 2. August 2008
Und da wäre wieder eine Woche um. Ein paar Drucke verfertigt (diese Monster mit fünf Platten vom Strn.), hier ein bisserl telefonieren, da einem bayrischen Kollegen ans Bein pinkeln (er sieht das so, weil ich hab angefragt wie weit man sich hinunterbeugen soll um zu gefallen, hab ich doch seine Bilder auf einer fast Pornoseite hervorgegoogelt, da ist er grantig geworden..., dünnhäutiger Dickschädel damischer), ein wenig herummausen im Netz und ein paar Briefe, schon ist August geworden.
Projekte warten, Bilder schreien - he, mach mich, die Uhr tickt. Also was mach ich, ich räum erst einmal auf (ist ja fast überfällig, Berge an Notitzzetteln, Papier, überquellende Laden, alles zugeschlichtet). Wenn die Werkstatt dann wieder so halbwegs begehbar ist packt mich die Werklust, und los gehts (hat zumindest bislang so funktioniert).
Einen Schritt zurück um bessere Übersicht zu bekommen und schon sind die Perspektiven klarer. Ein paar angefangene Sachen wandern in den Müll, weil Sackgassen sind Sackgassen, Tabula rasa, sich trennen.
Dann das Einpendeln auf einen Gedanken aus dem sich irgendwie ein Bild herausschält, eintauchen und rundherum wegblenden. Für eine ganze Weile drinnen sein. Irgendwie wieder langsam an die Oberfläche gleiten, dann noch die Stunden mit der Nachbearbeitung, ein Punkterl hier, ein Stricherl da, aber da gehört es mir schon nicht mehr, da bin ich nur mehr Gehilfe.
Seh ich das dann an anderen Orten hängen ist das wie die Begegnung mit Freunden die man jahrelang nicht gesehen hat.
salut
Josef
Ps.: Der Michael hat den Kopf virtuell zur Tür hereingesteckt, da fällt mir die Pfeife aus dem Gesicht, weil vier Wochen sind auch nicht mehr das was sie einmal waren. Fehlte nur noch dass in drei Monaten Advent ist.
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